DEKRAAm 14.04.2010 hatte unser „Prüfling“ seinen, für unser Projekt sehr wichtigen, Auftritt im DEKRA Technology Center im brandenburgischen Klettwitz.
Im Sicherheitskonzept unseres Formula Student Rennwagen ist die so genannte Crashbox ein zentrales Element. Natürlich gibt die Formula Student Germany (FSG) Anforderungen an die Sicherheit vor, sie spielt aber auch unabhängig davon für uns eine bedeutende Rolle.
Die Vorgabe der Formula Student im Speziellen ist, dass die Rennwagen mit einer Energie absorbierenden Crashbox ausgestattet werden müssen. Diese soll im Falle eines Frontalcrashs den Fahrer bestmöglich schützen.
Die Knautschzone in der Front des Rennwagens muss außerdem durch eine Schutzwand zwischen Fahrzeuginnenraum und Crashbox komplettiert werden. Vorgeschrieben ist für alle Fahrzeuge eine Schutzwand, die entweder aus 1,5 mm starkem Stahl besteht oder aus 4 mm starkem Aluminium, andere Materialien sind ausgeschlossen.
Das Regelwerk der Formula Student hält ferner für die Crashbox bzw. den „Impact Attenuator“ eine erfolgreiche Funktionsprüfung fest. Um das Sicherheitsniveau der Crashbox zu überprüfen, eignen sich Simulationsmodelle, sowie der Nachweis durch einen physischen Aufprall-Test.
Im Rahmen der Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen der DEKRA Mannheim und dem Delta Racing Mannheim e.V., führen die DEKRA Sachverständigen die Strukturtests inklusive genannter Realcrashs im hauseigenen Technology Center durch.
Der technische Dienst des Technology Centers erfüllt höchste Ansprüche an Qualität und an die Arbeitsweise eines Prüflabors.
Beim Crashtest im so genannten Fallturm wird überprüft, ob die von den Mitgliedern der FSG Teams entwickelten Crashboxen einem Frontalcrash mit Tempo 26 standhalten.
Unser Prüfling trat wie folgt zum Strukturtest an:
Gewicht: 1994,3 g
Länge: 165 mm
Breite: 200 mm
Höhe: 200 mm
Erfüllt die Crashbox die gegebenen Anforderungen, dann stellt der zuständige Sachverständige ein positives Testzertifikat aus. Ein solcher Nachweis für die Funktionsprüfung muss fristgerecht von den FSG Teilnehmern eingereicht werden, andernfalls drohen bis zu 70 Strafpunkte. Erfolgt die Einreichung selbst sieben Tage nach Fristablauf nicht, wird das Team sogar von der FSG 2010 ausgeschlossen.
Die technische Kommission überprüft die eingereichten Unterlagen und kann nachträgliche Kalkulationen oder Zusatzinformationen von den Teams einfordern. Dafür erhält das Team eine Frist von 14 Tagen. Wird diese überschritten drohen bis zu 50 weitere Strafpunkte, welche in die Gesamtbewertung einfließen.
Das Ergebnis des Strukturtests unserer Crashbox ergab, bei einem Gesamtcrashgewicht von 300 kg und einer Versuchsgeschwindigkeit von 25,6 km/h, eine mittlere Verzögerung von 17,0 und eine maximale Verzögerung von 25,4. Hiermit erfüllen wir die Forderungen des FSG Reglements.
Wir bedanken uns herzlich beim DEKRA Technology Center, der DEKRA Mannheim und beim zuständigen Sachverständigen für die kompetente Durchführung und Abwicklung des Strukturtests.
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