Delta-Racing

Update Antrieb: Getriebe

Um unser Motordrehmoment auf den Asphalt zu bringen und die Motoren in einem effizienten und für unsere Anwendung geeigneten Bereich zu betreiben, kommt ein Getriebe zum Einsatz. Hier setzen wir auf die Verwendung eines einstufigen Planetengetriebes.

Die beiden Getriebe rechts und links, während dem Aufbau des Fahrzeugs…
… und im CAD Modell

Ein Planetengetriebe besteht aus dem Sonnenrad, den Planetenrädern (oder auch Umlaufrädern) sowie einem Hohlrad. Dabei kann die Konfiguration, welches der Räder antriebt und welches der Räder gehäusefest ist, je nach angestrebter Übersetzung variieren. Bei uns kommt eine Übersetzung von i=4,5 zum Einsatz. Um diese sinnvoll zu realisieren, ist unser Sonnenrad das antreibende Ritzel, das Hohlrad gehäusefest und die Planetenräder – beziehungsweise deren Träger – bilden den Getriebeausgang.

Der Getriebeträger
Das Innenleben des Planetengetriebes

Bis einschließlich 2019 verwendeten wir ein einstufiges Stirnradgetriebe. Dieses ist jedoch in seiner Baugröße direkt von der gewählten Getriebeübersetzung abhängig, da die Übersetzung gleich dem Verhältnis der Teilkreisdurchmesser der Zahnräder ist. Um Platz und Gewicht zu sparen, haben wir uns für ein Planetengetriebe entschieden. Dieses bietet einen kompakten Bauraum und ein hohes Potential für weitere Platz- und Gewichtsreduktionen. So haben wir es geschafft, in der ersten Entwicklungsstufe 0,5 kg im Vergleich zum Vorjahresgetriebe (6 kg) einzusparen. In der zweiten Entwicklungsstufe haben wir es geschafft, ein Gewicht von 4,5 kg zu erreichen. Wir konnten somit pro Getriebe 1,5 kg Gewicht einsparen, und sind noch weit von der Grenze der Optimierung entfernt. Ebenso liegen die Rotationsachsen von Motoren und Getriebe in einer Flucht. Hierdurch kann die gesamte Antriebsbaugruppe weiter ans Heck des Fahrzeugs rutschen, und sorgt hier für mehr Grip auf der Hinterachse.

Der Zahnradaufbau für die zweite Entwicklungsstufe, wie sie im DR22-E eingesetzt werden wird.

Ein Planetengetriebe bietet im Vergleich zu einem Stirnradgetriebe ein weites Spektrum an möglichen Innovationen und ein hohes Potential zur weiteren Optimierung. Im Gegenzug ist ein solches Getriebe in seiner Bauform komplex und fordert daher einen höheren Entwicklungs- und Fertigungsaufwand.

An dieser Stelle würden wir uns gerne bei allen Unterstützern und Sponsoren bedanken, die uns dabei geholfen haben, diese sehr komplexe Baugruppe mit der geforderten Qualität und Präzision zu fertigen.